Geschichte

16. Februar 1962 - Sturmflut in Hamburg
Die Katastrophe kommt urplötzlich: Starke Regenfälle und ein heftiger Sturm über der Nordsee setzen in den Abendstunden des 16. Februar eine riesige Flutwelle in Bewegung. Die Bürger von Hamburg fühlen sich sicher hinter ihren Deichen, keiner beachtet die Warnungen im Radio. Kurz darauf brechen die Deiche, das Wasser schließt die Menschen von allen Seiten ein. Im Nu stehen ganze Teile der Hansestadt unter Wasser, die Bürger flüchten auf Bäume und Dächer. Für viele kommt jede Hilfe zu spät - 315 Menschen finden in den Fluten den Tod. Es entsteht ein Schaden von mehr als 820 Millionen D-Mark.

Sturmflutkurve von 1962 und 1976 im Vergleich zum normalen Tidenhub
Die nebenstehende Grafik zeigt die beiden Sturmfluten vom 16.02.1962 und 03.01.1976 im Vergleich zur mittleren Tidekurve (rote Linie).
Die Flut von 1962 war zwar nicht ganz so hoch wie die von 1976, dafür lag der Wasserstand mehr als vier Stunden über drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser, mit den entsprechenden Folgen für die Deiche. Im Vergleich zu 1976 waren die Deiche bei der Sturmflut von 1962 noch deutlich niedriger.

 

 

Sturmfluten am Pegel St. Pauli (Auszug)
16.02. - 17.02.1962
03.01.1976
28.01.1994
10.01.1995
03.12.1999
09.11.2007
NN + 5,70 m
NN + 6,45 m
NN + 6,02 m
NN + 6,02 m
NN + 5,95 m
NN + 5,40 m